Dauerhafte Mehrwertsteuersenkung auf Speisen: Ein wichtiges Signal für die Gastronomie

15.09.2025

Die Bundesregierung plant, die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie dauerhaft auf 7 Prozent zu senken. Damit greift sie eine zentrale Forderung der Branche auf, die bereits seit vielen Jahren im Raum steht. Besonders in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wird dieser Schritt von Unternehmern, Verbänden und Branchenexperten als dringend notwendige Entlastung gesehen.

Rückblick:

Steuererleichterung als Krisenmaßnahme

Während der Corona-Pandemie wurde die Mehrwertsteuer für Speisen befristet von 19 auf 7 Prozent gesenkt – als eine von mehreren Maßnahmen zur Stabilisierung der Gastronomie. Diese Senkung lief jedoch Anfang 2024 wieder aus, was vielerorts für Unsicherheit und zusätzlichen finanziellen Druck sorgte. Nun will die Bundesregierung mit einer dauerhaften Regelung langfristige Perspektiven schaffen.

Warum die Senkung notwendig ist

In den letzten Jahren haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für gastronomische Betriebe erheblich verschärft. Die Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal sind deutlich gestiegen. Auch Investitionen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue gesetzliche Anforderungen erfordern erhebliche finanzielle Mittel.

Für viele Betriebe ist der Preisdruck dadurch enorm gewachsen. Gleichzeitig bleiben die Gäste aufgrund höherer Lebenshaltungskosten zurückhaltender beim Restaurantbesuch. Die Folge: Sinkende Margen und wachsende Unsicherheit in der Planung.

Positive Effekte für die Branche

Die geplante Senkung auf 7 Prozent bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Finanzielle Entlastung: Für Speisen, die vor Ort verzehrt werden, fällt künftig weniger Steuer an – das senkt die Belastung für Betriebe spürbar.

  • Investitionsspielraum: Durch die Steuerersparnis könnten Unternehmen wieder stärker in Personal, Ausstattung oder neue Angebote investieren.

  • Planungssicherheit: Eine dauerhafte Regelung ermöglicht langfristiges Denken und Handeln – gerade in Bezug auf Preise, Standortentwicklung und Mitarbeitersicherung.

  • Mehr Gerechtigkeit: Der Steuersatz für Speisen wird unabhängig davon, ob sie vor Ort oder zum Mitnehmen konsumiert werden, vereinheitlicht. Das beseitigt bisherige Wettbewerbsverzerrungen.

Mit der dauerhaften Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen sendet die Politik ein positives Signal an eine Branche, die in den vergangenen Jahren besonders stark gefordert war. Für viele Betriebe ist diese Entscheidung mehr als eine Steuerfrage – sie ist eine Grundlage für Zukunft und Wachstum.